Grundlagen

Was ist WebP? Das Bildformat einfach erklärt

WebP ist Googles modernes Bildformat: kleiner als PNG und JPG, mit Transparenz und Animation. Wie es funktioniert, wann es sich lohnt und wie du umwandelst.

Lesezeit 7 Min. Aktualisiert 08.06.2026 4 Quellen Mateusz Viola Mateusz Viola
Inhalt

WebP ist das Bildformat, das hinter den Kulissen vieler schneller Webseiten steckt. Google hat es 2010 vorgestellt, um Fotos und Grafiken kleiner zu speichern, ohne dass das Auge einen Unterschied merkt. Ich betreibe mit png-webp.de ein Werkzeug, das genau diese Umwandlung übernimmt, und erkläre hier, was WebP technisch ausmacht und wann sich der Wechsel lohnt.

Woher WebP kommt

Google stellte WebP 2010 vor, zunächst nur für verlustbehaftete Bilder. Die Idee war pragmatisch: Bilder machen den größten Teil des Datenvolumens einer Webseite aus, also spart jedes eingesparte Kilobyte Ladezeit. Die Kompression baut auf der Technik des Video-Codecs VP8 auf, der für jedes einzelne Standbild eines Videos einen guten Kompromiss aus Größe und Schärfe finden muss. Genau dieses Verfahren wendet WebP auf ein einzelnes Bild an.

2011 kam der verlustfreie Modus dazu, zusammen mit dem Alphakanal für Transparenz. Damit deckte WebP plötzlich beide großen Lager ab: die JPG-Welt der Fotos und die PNG-Welt der Grafiken mit transparenten Bereichen. Spätere Erweiterungen lehnen sich an den Nachfolger VP9 an, der die Kompression weiter verfeinert.

Wie WebP komprimiert

Der Kern jeder Bildkompression ist die Frage, welche Informationen man weglassen kann, ohne dass es auffällt. WebP arbeitet dafür mit zwei grundverschiedenen Modi.

Im verlustbehafteten Modus zerlegt WebP das Bild in kleine Blöcke und sagt für jeden Block voraus, wie er ungefähr aussehen müsste, abgeleitet aus den benachbarten Blöcken. Gespeichert wird nur noch die Differenz zwischen Vorhersage und Realität. Diese Differenz lässt sich stark zusammenstauchen, weil benachbarte Pixel in echten Fotos selten wild springen. Das ist derselbe Grundgedanke wie bei JPG, nur effizienter umgesetzt.

Im verlustfreien Modus geht keine Bildinformation verloren. WebP sucht hier nach Mustern und Wiederholungen, etwa gleichfarbige Flächen oder sich wiederholende Pixelfolgen, und beschreibt sie kompakt. Das Ergebnis ist eine Datei, die Pixel für Pixel mit dem Original identisch ist, aber kleiner als ein vergleichbares PNG.

Warum WebP kleiner ist

Die spannendste Frage ist natürlich: Wie viel spart das konkret? Google selbst nennt Vergleichswerte aus eigenen Tests. WebP-Dateien sind im verlustbehafteten Modus rund 25 bis 34 Prozent kleiner als gleichwertige JPG-Dateien. Im verlustfreien Modus liegt WebP etwa 26 Prozent unter vergleichbarem PNG.

25–34 %

kleiner als JPG

Quelle: Google Developers

≈ 26 %

kleiner als PNG

Quelle: Google Developers

2010

von Google vorgestellt

Diese Zahlen sind Durchschnittswerte, kein Naturgesetz. Bei einem schon stark komprimierten JPG kann der Vorsprung kleiner ausfallen, bei einer großen Grafik mit vielen einfarbigen Flächen größer. Ein Beispiel macht den Effekt anschaulich: Wenn ein JPG-Foto 100 Kilobyte wiegt, landet das WebP häufig bei 70 bis 75 Kilobyte, ohne sichtbaren Qualitätsverlust.

Relative Dateigröße bei gleicher Qualität JPG 100 % WebP (verlustbehaftet) 70 % PNG 100 % WebP (verlustfrei) 74 %
Quelle: Google Developers, Richtwerte

Für eine Webseite bedeutet das: schnellere Ladezeiten, weniger Datenverbrauch auf Mobilgeräten und ein besseres Abschneiden bei den Web Vitals, mit denen Google die Nutzererfahrung misst. Genau deshalb empfiehlt auch web.dev WebP als Standard für die Bildauslieferung.

Bilder sind oft der größte Brocken im Datenvolumen einer Seite. Wer hier 30 Prozent spart, spürt das messbar in der Ladezeit.

Wann sich WebP lohnt, und wann nicht

WebP ist kein Allheilmittel, aber für den Webeinsatz fast immer die richtige Wahl. Die folgende Tabelle ordnet die typischen Situationen ein.

SituationWebP sinnvoll?Warum
Fotos auf einer WebseiteJa, verlustbehaftetDeutlich kleiner als JPG, kein sichtbarer Verlust
Logos und Grafiken mit TransparenzJa, verlustfreiKleiner als PNG, Alphakanal bleibt erhalten
Kurze Animationen statt GIFJaViel kleiner und farbtreuer als animiertes GIF
Druckvorlage oder Archiv-MasterEher neinPNG oder TIFF als verlustfreies Original behalten
Bild für E-Mail-Anhang an DritteMit VorsichtEmpfänger-Programm muss WebP öffnen können

Als Quell- und Austauschformat behalten PNG und JPG ihre Berechtigung. Sie lassen sich überall öffnen, von der Bildbearbeitung bis zum E-Mail-Programm, ohne dass jemand nach dem Format fragt. WebP spielt seine Stärke aus, sobald das Bild ins Web geht. Den direkten Vergleich aller drei Formate habe ich im Ratgeber WebP gegen PNG und JPG ausführlicher aufgeschrieben.

Wie du im Browser umwandelst

Du brauchst kein Programm zu installieren. Moderne Browser können Bilder über die Canvas-API selbst in WebP umrechnen, und genau das nutzt png-webp.de. Der Ablauf ist kurz:

  1. Bild öffnen oder in den Konverter ziehen, einzeln oder gleich mehrere im Stapel.
  2. Modus und Qualität wählen. Die Live-Vorschau zeigt die neue Dateigröße in Prozent der alten an.
  3. WebP herunterladen. Transparenz bleibt dabei erhalten, weil der Alphakanal mitkonvertiert wird.

Das Besondere: Die Umwandlung passiert komplett lokal in deinem Browser. Deine Bilder werden nicht auf einen Server hochgeladen, was Tempo und Datenschutz zugutekommt. Für die häufigsten Ausgangsformate gibt es eigene Schritt-für-Schritt-Anleitungen, etwa PNG in WebP und JPG in WebP. Wer den Qualitätsregler gezielt nutzen will, findet Details unter Qualität einstellen.

Was du mitnehmen solltest

WebP ist ein ausgereiftes Format, das die Lücke zwischen JPG und PNG schließt und beide für den Webeinsatz unterbietet. Es komprimiert verlustbehaftet wie verlustfrei, behält Transparenz und wird von praktisch allen aktuellen Browsern angezeigt. Für die Auslieferung im Web ist es heute der vernünftige Standard. Deine Originale in PNG oder JPG behältst du trotzdem, als verlässliche Quelle für künftige Bearbeitungen. Wenn du es ausprobieren willst, zieh einfach ein Bild in den Konverter und schau dir an, wie viel Prozent die WebP-Datei einspart.

Häufige Fragen

Was ist WebP überhaupt?

WebP ist ein Bildformat, das Google 2010 vorgestellt hat. Es speichert Fotos und Grafiken kleiner als JPG oder PNG bei vergleichbarer Qualität. WebP kann verlustbehaftet und verlustfrei komprimieren, unterstützt Transparenz über einen Alphakanal und sogar Animationen.

Ist WebP besser als PNG und JPG?

Für die Auslieferung auf Webseiten in den meisten Fällen ja, weil die Dateien deutlich kleiner sind. Google nennt rund 25 bis 34 Prozent gegenüber JPG und etwa 26 Prozent gegenüber PNG. Als Quell- und Austauschformat bleiben PNG und JPG aber relevant, weil sie überall ohne Umweg geöffnet werden können.

Unterstützen alle Browser WebP?

Praktisch ja. Chrome, Firefox, Edge, Safari und Opera zeigen WebP an, auch auf Mobilgeräten. Laut caniuse.com liegt die globale Unterstützung bei über 96 Prozent. Sehr alte Browser wie der Internet Explorer 11 können WebP nicht, spielen heute aber kaum noch eine Rolle.

Verliert WebP an Qualität?

Das hängt vom Modus ab. Im verlustbehafteten Modus wird Bildinformation verworfen, ähnlich wie bei JPG, dafür sinkt die Dateigröße stark. Im verlustfreien Modus bleibt jedes Pixel erhalten, vergleichbar mit PNG. Über den Qualitätsregler steuerst du selbst, wo der Kompromiss liegt.

Wie wandle ich ein Bild in WebP um?

Am einfachsten direkt im Browser. Du ziehst PNG, JPG oder GIF in den Konverter, stellst die Qualität ein und lädst die WebP-Datei herunter. Auf png-webp.de läuft das lokal über die Canvas-API, ohne dass deine Bilder hochgeladen werden.

Quellen

Mateusz Viola

Über die Autorenschaft

Mateusz Viola

Betreiber und redaktionelle Verantwortung png-webp.de

Themengebiet: Funktionsweise des Konverters, Umwandlung, Transparenz

Mehr über Mateusz Viola →

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